Garage und Glaspalast: Wie Banken und Start-ups zusammenarbeiten
Shownotes
Banken bringen Kundenbasis, Kapital und etablierte Strukturen mit, Start-ups Fokus, Risikobereitschaft und Anpassungsfähigkeit. Im Gespräch geht es darum, wie daraus tragfähige Kooperationen entstehen.
Die Themen:
Kooperation auf Augenhöhe: Warum lange Beschaffungsprozesse und umfangreiche Compliance-Anforderungen für kleine Teams zur Hürde werden können.
Interne Fürsprecher: Wer beide Welten versteht, kann im Konzern Türen öffnen und die Zusammenarbeit erleichtern.
Innovationslabore: Weshalb Ideen, Prototypen und neue Angebote mit der Unternehmensstrategie verbunden sein müssen.
Wachstum als „zweite Gründung“: Welche Rolle Prozesse, Wissensweitergabe und Risikomanagement beim Skalieren spielen.
Beispiele aus der DekaBank: Erfahrungen mit bevestor sowie die Bedeutung von Ressourcen und finanziellem Commitment für Innovation.
Fintech-Standort Frankfurt: Wie Banken, Aufsicht, Wissenschaft und Start-ups ein Ökosystem bilden und welche Rolle KI und das Tech and Data Lab dabei spielen.
Mit Alice Rettig vom TechQuartier und Daniel Kapffer von der DekaBank. Moderation: Marcus Schult. Aufgezeichnet beim Innovation Campus der DekaBank in Frankfurt.
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00:00:03: Next Level Banking – der DECA-Podcast zu Technologie und digitalen
00:00:07: Assets.
00:00:08: Ich glaube, dass die Corporates an Innovationen glauben immer dann wenn sie wissen das ist für mein Geschäftsmodell relevant.
00:00:15: Daniel Kapfer im Gespräch mit Alice Rettig,
00:00:17: Managing Director beim
00:00:18: Tech Quartier.
00:00:19: Innovation passiert nur in Kooperation.
00:00:22: es braucht die Zusammenarbeit und es braucht beide Seiten.
00:00:24: Ihr Moderator ist Markus Schult.
00:00:27: Am siebenundzwanzigsten Januar, zwei tausendfünfe und zwanzig verlor Invidia fast sechshundert Milliarden Dollar an Börsenwert.
00:00:34: Für eine Vermögensverwaltung ist das glaube ich ne ganz wichtige Zahl!
00:00:37: Und dass an einem einzigen Tag der größte Tagesverlust in der Geschichte der Wall Street ausgelöst von einem chinesischen Startup, das sein KI-Modell mit einem Budget von rund sechs Millionen Dollar entwickelt hatte.
00:00:52: Also sechshundert Milliarden gegen sechs Millionen.
00:00:55: Die amerikanische Konzern hat Milliarden investiert.
00:01:00: Mehr Fokus, weniger Bürokratie, kürzere Wege.
00:01:03: Das war damals die Start-up Story, die gespielt worden ist.
00:01:07: Also das ist ein Thema, das uns auch noch heute beschäftigt und damit herzlich willkommen!
00:01:12: Zu Next Level Banking heute live, wie gesagt.
00:01:15: Hier im Innovation Campus der DECA Bank in Niederrat wo insgesamt sechstausend Menschen jeden Tag daran arbeiten beides zu verbinden nämlich die Stabilität eines Konzerns und die Beweglichkeit einfach der Innovation zugrunde liegt, die Innovation einfach braucht.
00:01:33: Und wie gesagt, Alice Rettig leitet das Tech-Bit hier in Frankfurt einen der größten Startup und Digital Hubs die wir in Deutschland haben.
00:01:41: Dort sind über siebenhundert Startups beheimatet und zwanzig Corporate Partner sind mit dem Tech-Party verbunden.
00:01:50: Unser Gastgeber ist wie immer ihr Sie Ihr kennt ihn Daniel Kapfer Finanzvorstand und COO der DECA Bank.
00:01:58: herzlich willkommen nochmal an dieser Stelle
00:02:00: Vielen Dank.
00:02:02: Sie wissen, was der CEO von NVIDIA vor zwei Wochen gesagt hat.
00:02:06: Was hat er dann gesagt?
00:02:07: Verdopplung des Absatzes in den Jahren.
00:02:10: So kann man auch wieder reingewollen.
00:02:14: Frau Rettig!
00:02:15: Aber eine Frage, die ich Ihnen stellen muss gleich zu Anfang.
00:02:19: Sie sind heute zu Besuch wo, ich habe es erwähnt, sechstausend Menschen arbeiten.
00:02:24: Das ist nicht gerade die Größenordnung von Start-ups.
00:02:28: Wo würden sie sagen ... Sind Sie sich bei Start-ups sicherer, was können start ups eigentlich besser als Konzerne?
00:02:36: Ich glaube sie haben es in der Eröffnung eigentlich schon ganz gut zusammengefasst.
00:02:39: Ein großes Stichwort was startups vielleicht ein bisschen besser können als konzerne ist Fokus.
00:02:45: also einen startup beschäftigt sich in der Regel mit einem produkt einer lösung oder einer herausforderungen und das dafür aber sehr sehr intensiv und kann dass von verschiedenen perspektiven einfach beleuchten und wirklich tiefe eintrauchen.
00:02:58: Und das hilft.
00:03:00: Und neben Fokus würde ich sagen, vielleicht noch zwei weitere Dinge die so ein klassisches Start-up auszeichnen und auch teilweise schneller machen.
00:03:09: Große Risikobereitschaft im Start up hat eben nicht mehrere Tausend Mitarbeitenden, die auch nach Sicherheit verlangen und auch nicht eine jahrzehntelange Reputationen, die es zu bewahren gilt.
00:03:20: Deswegen kann das Risikobereiter sein und ist es auch teilweise anpassungsfähiger.
00:03:25: also wir haben im Start Up Systeme, die alle miteinander verwebt sind und die irgendwo vielleicht auch mal zu einem Blog inführen können.
00:03:33: Sondern wir sind anpassungsfähiger in einem Startup.
00:03:36: Und das in Kombination hilft dabei teilweise einen anderen Typus Mensch anzuziehen der sich bewusst dafür entscheidet in einem startup zu arbeiten.
00:03:46: Der vielleicht ein bisschen mehr Mut zur Veränderung und den Drang so mitbringt.
00:03:52: Das heißt startups können teilweise geht nicht immer aber teilweise auf einen anderen Talentpool zurückgreifen.
00:03:57: Herr Kaffer, werden Sie dann neidisch?
00:04:00: Oder was können Konzerne besser?
00:04:02: Ne, neid ich nicht sonst wäre ich an der falschen Stelle sozusagen.
00:04:07: Was können Konzerne besser... Das würde sich unseren Kollegen halt immer sagen wir bauen halt auf einer riesigen Kundenbasis auf.
00:04:15: Genau die Decaresite des einen Arguments ist gleich für vierzig Millionen Retail-Kunden in Deutschland relevant.
00:04:22: Das ist sicherlich ein Thema.
00:04:25: Konzerne haben hoffentlich ein existierendes Geschäftsmodell, das Erträge und Gewinne generiert die Investitionen erlauben ohne Funding rund und alles drumherum.
00:04:36: letztendlich So dass ich glaube, wir haben auch daneben entsprechende Investitionsmittel etwas leichter verfügbar.
00:04:44: Und das muss sich jetzt eben kombinieren damit, dass ich versuche ein paar der Vorteile dann eben auch entsprechend Rahmenbedingungen zu schaffen.
00:04:52: Paar Rahmenbedinger ist aber klar die kann ich nicht abschaffen.
00:04:55: also genau sehr schönes Beispiel mit der Reputation.
00:04:59: Ich kann nicht mal mit irgendwas rum experimentieren was einen riesen Reputationsrisiko generiert und dann sagen ja es ist nicht so schlimm hat nichts mit dem anderen von zu tun.
00:05:07: Das wird schwierig und von daher ist das, glaube ich so immer die Abwägung.
00:05:11: Und ich muss sagen über die Zeit habe ich verstanden deswegen sind wir auch beim Tech-Quartier aktiv dass das eigentlich aber zwei Welten sind die gar nicht gegeneinander arbeiten sollten sondern die voneinander lernen soll.
00:05:23: Wäre jetzt meine nächste Frage gewesen weil es klingt ja so als ob's unterschiedliche Welten wären und trotzdem guckt immer die eine Seite ein bisschen was die andere Seite macht.
00:05:32: Weil wir haben diesen Podcast unter das Motto gestellt, Garage versus Glaspalast.
00:05:37: Wir sind jetzt bei der DECA zwangsläufig in dem was man vielleicht als Glaspalaz bezeichnen könnte und wir haben uns mal kennengelernt in dem Was die DK ein paar Meter weiter gemacht hat.
00:05:50: Da hat es so was wie ein Innovationslabor gegeben.
00:05:53: Und wir haben da unser erstes Gespräch geführt am Rande eines Bälle-Barts, das werde ich nie vergessen.
00:06:02: Jetzt ist es so ... Das war damals der große Hype diese Innovationslabore, die Innovationsgaragen von Konzernen initiiert.
00:06:10: Es ist still darum geworden.
00:06:11: Ist das irgendwie begründet?
00:06:15: oder Ist das eine gute oder schlechte Nachricht?
00:06:19: Also in unserem Fall kann es nur eine gute Nachricht sein, was aus meiner Sicht selbstverständlich erintegriert ist.
00:06:26: Am Anfang hat man es ja auch ein bisschen übertrieben.
00:06:29: Ich zitiere immer... Das kann man heute auch machen weil die gibt's nicht mehr!
00:06:32: Da war so ein Kreditswissbild in der Zeitung und dann sitzt die Niveau anders.
00:06:35: Dann ließ einen Aufplatz, Krokodil auf dem Boden.
00:06:39: Das ist also plakativ als ob das jetzt Kreativität generiert.
00:06:43: Und deswegen ist es aus meiner Sicht ja wichtig dass diese Labore natürlich all das bieten was wir eben gesagt haben aber dass sie integriert sind.
00:06:50: Also unsere Philosophie ist ja es kommt idealerweise ein Geschäftsbereich und sagt Ich habe da eine geniale Idee, die würde ich gerne einfach mal ein bisschen weiter ausarbeiten.
00:07:00: Dann gibt es das sogenannte Ideation Lab mit dem man darauf rumdenken kann.
00:07:05: Dann ist die Idee vielleicht so toll dass dann das InnoBoard sagt ja dann wollen wir das aber auch in einem Prototypen sehen.
00:07:11: und dann gibt's eben stehendes Prototyping Lab mit der mich sozusagen als Ideengeber glaube ich im Baumarkt gesagt hat wird hier geholfen indem er seine Idee relativ leicht weitertreiben kann.
00:07:24: Das ist aus meiner Sicht dann genau die richtige Positionierung.
00:07:28: Aber ich will natürlich nicht den Eindruck erwicken, da sind die einzigsten innovativen Menschen.
00:07:33: der DECA und alle anderen machen langweiliges Tagesgeschäft – das ist auch nicht so.
00:07:38: Frau Rettiches hat ja Gründe, dass bei Ihnen zwanzig Corporate Partner mit an Bord sind.
00:07:43: Wenn Sie jetzt das so hören, dass diese Innovationsgaragen in den Konzernen, dass sie jetzt nicht mehr so gehypt werden, stärker Institutionalisierung erfährt, die stärkere Einbindung in den Konzernalltag.
00:07:57: Ist es eine gute oder schlechte Nachricht für Ihre Klientel?
00:08:01: Ich kann nur zustimmen.
00:08:02: was du auch eben gesagt hast ist eine sehr gute Nachricht weil es einfach einen gewissen Reifegrad auch irgendwo ausdrückt, also ja es war ein großer Hype damals und jeder ist ein bisschen auf den Zug aufgesprungen hat sich auch ein bisschen ausprobiert.
00:08:15: Und das ist glaube ich auch in Ordnung aber es war sehr stark auch geprägt von Ambidextria.
00:08:20: Also irgendwo man hat den bestehenden Konzernen und dann hat man eine Parallelstruktur wo man mal kreativ wird.
00:08:27: Das ist in Ordnung.
00:08:29: viel mehr Wirkung entfaltet das Ganze, wenn es wirklich zusammengeführt wird und sich in die Gesamtstrategie eingliedert.
00:08:36: Und wir haben das auch ganz konkret bei uns erlebt.
00:08:38: Eine andere große Bank, die auch Partner bei uns ist, hat ihr Innovation Lab erst mal bei uns in den Räumen gegründet vor zehn Jahren.
00:08:45: Vor ein paar Jahren sind sie ausgezogen.
00:08:46: Wir arbeiten trotzdem weiter sehr, sehr eng mit ihnen zusammen aber es ist halt vielmehr in die gesamte Strategie integriert worden eine klare Vision, die dahinter steckt und auch eine klaren Erkenntnis.
00:09:03: Welche Corporate Venturing-Maßnahme nutze ich?
00:09:06: Was muss ich auf Ressourcen dafür bereitstellen?
00:09:09: Und welchen Outcome erwarte ich mir dann davon?
00:09:11: Corporateventuring ist natürlich ein Stichwort das uns zu dem Thema führt.
00:09:15: wie bringe ich denn beide Welten zusammen?
00:09:18: Wie man beide Welte zusammenbringt?
00:09:21: Das ist eine schwierige Unkomplexität, aber es ist so ein bisschen das was wir im TechPartier auch als Kern unserer Arbeit sehen.
00:09:26: Wir sagen alles was wir machen in Innovationsformaten.
00:09:29: Ein Programm hat immer zum Ziel dass im besten Fall eine Corporate Start-up Kooperation dabei herauskommt.
00:09:37: Aber man muss sagen hier prallen doch schon zwei Welten aufeinander die irgendwo so n bisschen ja auch teilweise einen Ungleichgewicht haben in verschiedenen Positionen.
00:09:48: beispielsweise Thema Zeit.
00:09:51: Ein großer Faktor, wenn ein Konzern eine Sache hat dann ist es Zeit.
00:09:56: Wenn ein Start-up eine Ressource dauerhaft fehlt, dann ist das Zeit!
00:10:00: Wenn jetzt ein Procurementprozess in einem Konzert einen Jahr dauert und ein Start up eine Runway von neun Monaten noch hat, dann funktioniert das nicht.
00:10:11: Und wie man beide Welten zusammenbringt, ist glaube ich, indem man es scharf das Beidewelten auf Augenhöhe miteinander kommunizieren und Verständnis auch für die andere Seite mitbringen.
00:10:20: Ich glaube was dabei vor allem auf der Corporate-Seite wirklich essenziell ist, dass man interne Champions findet, die wirklich beide Welte verstehen und beide Sprachen sprechen und dann auch im Konzern weitere Türen öffnen können.
00:10:36: Was auf Ihre Mühlen, Herr Kaffer.
00:10:38: Ja also ich glaube ich hätte mal gesagt das erste Mal warum soll ich denn miteinander sprechen wie immer ist das?
00:10:44: Warum das allerwichtigste und verstehen dass sich vielleicht bei dem Star dabei in diesem Format ein Thema besser bearbeiten kann von dem ich glaube das für mich sehr wichtig ist.
00:10:57: Herz heute Morgen mal gesagt im Rahmen hier der Inokampus Veranstaltung unser Krypto-Angebot für Retail Kunden haben wir angefangen.
00:11:04: erst einmal also der Open Digital Factory.
00:11:08: uns anzuschauen ist ein gutes Beispiel dafür, wo ich sage da war eben eine sehr hohe Relevanz ja und dann eben entsprechend natürlich auch ne vernünftige Diskussion miteinander zu führen.
00:11:19: Ich meine wenn wir Corporates dann kommen und sagen du kleine Start-up musst erstmal gucken dass du ein Geschäftsmodell hast und das kleine Start up kommt und sagt Du bist unlangweiliger Corporate Dann wird die Diskussion wahrscheinlich nicht funktionieren.
00:11:31: Jetzt hat die DECA vor einigen Jahren Bevestor gegründet, einen der am besten bewerteten Robo-Advasen Deutschlands.
00:11:40: Hand auf's Herz!
00:11:40: Was haben sie dabei gelernt und was würden Sie im Rückblick eigentlich anders machen?
00:11:44: Ja das ist eine sehr spannende Geschichte weil im Prinzip war der Bevestow ganz am Anfang die Garage und die Garage hatte dann genau das, was wir eben besprochen haben.
00:11:54: Die war dann ein bisschen weggerückt von den ganz großen Compliance-Prozessen, von den ganzen großen Beschaffungsprozessen konnte seine eigene IT-Entwicklung betreiben und hat halt auf der Basis sozusagen den sehr erfolgreichen Hobo und Weise aufgebaut.
00:12:10: Und dann sind zwei Dinge eigentlich passiert, Dinge Nummer eins ist.
00:12:13: Wenn ich damit erfolgreich werde, kann ich auf einmal nicht mehr nur Garage sein sondern produziere ein Produkt auf dem Endkunden setzen muss also sozusagen schauen dass dieses Produkt auch vernünftig weiterentwickelt wird und weiter produziert wird.
00:12:28: und das zweite war die ganze DECA hat sich natürlich auch weiter entwickelt im Sinne von ja was denn eine cloud-basierte Architektur?
00:12:34: Was denn Agilität?
00:12:35: wie entwickele ich denn eigentlich neben Umfeld Und insofern sozusagen ein bisschen auch gleichgezogen, sodass wir heute sagen würden der Bewester kann immer noch sehr gute Impulse liefern.
00:12:47: Weil er ist natürlich um so etwas wie momentan sich wieder spannende Legitimationsverfahren.
00:12:52: Wer kümmert sich jetzt mal drum, Audi wallet oder sowas umzusetzen?
00:12:56: Aber ich natürlich auch einen Produktionsteil habe.
00:12:58: also Insofern ist das wirklich eine sehr spannende Geschichte.
00:13:00: deswegen würde ich es wahrscheinlich auch nicht anders machen.
00:13:04: Stichwort Phantasie.
00:13:05: Das bringt mich zu einem Punkt.
00:13:07: haben den Faktor Zeit erwähnt und haben mal herausgearbeitet, wunderbar wie unterschiedlich der bewertet wird.
00:13:13: Jetzt gucken wir mal aber auf das was jeder Innovation zugrunde liegt nämlich die Idee.
00:13:17: Was ist schwieriger eigentlich?
00:13:18: Die Idee zu entwickeln oder das Wachstum zu organisieren?
00:13:25: Ich würde sagen wenn man entweder oder würde ich sagen es wachstumsgenerierende Schwierige Ideen gibt es viele, gibt es auch gute.
00:13:33: Aber zu Wachstum fehlt dann noch ein bisschen mehr.
00:13:35: und ich sage eigentlich immer man gründet bei einer erfolgreichen Unternehmensgründung zweimal.
00:13:41: Man gründete einmal mit der Idee an dem man seine Idee formiert und wirklich die Unternehmsgründungen einträgt.
00:13:47: und dann gibt das einen zweiten Punkt und sehr entscheidend um von diesem ein Projekt-Startup zu einem überlebensfähigen Unternehmen am Markt zu kommen.
00:13:56: Das ist die zweite Gründung und da braucht es ganz andere Kompetenzen, ganz andere Routinenprozesse, die eine Rolle spielen.
00:14:05: Und diesen Schritt verpassen viele ... Ich würde sagen, der ist schwieriger.
00:14:12: Was würden Sie sagen?
00:14:14: Da ist ja nicht das Thema Unternehmung, wo man Wachstum generieren muss im Sinne von ich muss erst mal zum Unternehmen werden.
00:14:21: Den kannst du dir ja sparen.
00:14:24: Ja, ich hätte jetzt aber quasi gesagt die feige Antwort wäre Independence und viele, aber ich glaube viele der Ideen brauchen ja eine gewisse Schwungmasse an Kunden oder vielleicht noch interessanter irgendwie ein gewisses Netzwerk von Teilnehmern und dann ist es schon extrem schwierig das Wachstum zu organisieren.
00:14:45: Und wir haben ja das eine oder andere Start-up gesehen.
00:14:48: Da gucken wir natürlich mit Argusaugen drauf, wie unsere Wettbewerber so regulatorisch betrachtet werden, wo wir gesehen haben dass eben ab einer gewissen Größenordnung natürlich andere Prozesse notwendig sind an der Anforderung gestellt werden und man dann vielleicht mit Dingen in der Presse steht, mit dem er besser nicht in der presse stehen sollte.
00:15:08: in unserer Branche weil die halt sehr stark von Vertrauen in was machen sie mit meinem Geld geprägt ist.
00:15:14: Und deswegen würde ich sagen, am Ende ist es dann doch so.
00:15:17: dieser zweite Gründungspunkt hat mir sehr gut gefallen und die Skalierung danach.
00:15:22: Also was muss ich denn eigentlich tun?
00:15:25: Wie muss vielleicht auch ein bisschen Charakter des Unternehmens ändern ohne natürlich diesen Spirit rauszunehmen?
00:15:30: Das glaube ich, stehe ich mir ... Ohne sie selber machen dürfte, steh ich mir relativ schwer.
00:15:34: Ja Frau
00:15:34: Rettich, ich hatte's ja vorhin schon mal auf den Punkt gebracht, das bei Ihnen auch noch mit reinspielen ist der Punkt Reputation.
00:15:40: Da ist natürlich die spannende Frage wie gelingt eigentlich der Spagat zwischen Einerseits stabile Strukturen und auf der anderen Seite eine Innovation, die nicht irgendwann erwirkt wird mit dem Klassiker.
00:15:54: Das haben wir schon immer so gemacht.
00:15:57: Ja also wieder das why?
00:15:59: Also warum soll ich mich denn jetzt mit der Innovation beschäftigen nur weil es nett finde?
00:16:03: Na ja wahrscheinlich nicht!
00:16:04: ... seh ich, aber bleiben wir bei dem Beispiel.
00:16:07: Das kann man ganz gut fortsetzen.
00:16:08: zum Beispiel sehe ich... ...aber dass ganz viele Kunden jetzt mit möglichst wenig Klicks über ihr App eigentlich einen Wertpapier kaufen oder verkaufen wollen,... ...dann merke ich das sich ohne ein solches Angebot wahrscheinlich nicht relevant bin im Markt.
00:16:23: Wenn ich nicht relevant Bin dann könnte ich jetzt sagen Ich habe noch so drei vier Jahre ist mir egal.
00:16:29: oder ich könnte sagen Dann lebe ich ja nur noch vom Kundenbestand.
00:16:33: also insofern wenn nichts weiter das mache, bin ich also schon mal dabei.
00:16:37: Aha!
00:16:37: Ich habe eine Handlungsnotwendigkeit.
00:16:39: Das ist aus meiner Sicht immer wieder die Frage warum tue ich das?
00:16:43: Und dann ist es glaube ich schon so dass man da ne große Offenheit hat und dann versucht beides zu kombinieren.
00:16:50: Also das was wir momentan versuchen zu kombinehren ist zu sagen siehe S-Neolieber Rietelkund du kannst bei uns auch ein Depot für Null Euro bekommen und Transaktionen.
00:17:02: Aber übrigens, wenn du dann auch mal Beratungsbedarf hast weil du einen größeren Betrag geerbt hast jetzt irgendwie dich einkommenseitig verändern darfst.
00:17:11: Da kannst du auch mit jemandem nochmal darüber reden ohne eine Beratungssituation haben.
00:17:15: und das glaube ich noch immer muss die Stärke sein beide Welten kombinieren zu können.
00:17:20: also ja ich kann gut ich kann günstig schnell.
00:17:23: Ich kann aber auch eben sozusagen noch eine höherwertige Beratungen bieten.
00:17:27: Wo genau endet die Konzernlogik?
00:17:30: Wo fängt die Startup-Logik an?
00:17:31: Oh,
00:17:32: okay.
00:17:34: Also ich glaub' die Konzernlogik ... Du hast ja schon gesagt, die hat immer und das ist sicherlich ein bisschen in Schwierigkeit halt häufig nicht immer aber häufig einen Profitavitätsanspruch von Anfang an.
00:17:48: was also schon ein bisschen schwieriger ist zu sagen.
00:17:51: Ich glaube', ich mach mal drei bis fünf Jahre Verlust und irgendwann ist Volumen hoffentlich so groß dass es hier anders aussieht.
00:17:56: dann Kommen immer gleich nicht so unrecht Fragen.
00:18:00: Wie viel ist es denn?
00:18:01: Könnt euch das leisten, habt ihr das gut durchdacht?
00:18:02: wie wahrscheinlich ist es dann dass das dann auch entsprechend wieder profitabel wird.
00:18:07: Das ist schon eine der Punkte wo sicherlich Konzern ist.
00:18:11: Konzern ist sicherlich bei, das ist schön gesagt, Reputation allgemeiner Risikoappetit.
00:18:17: Also wie weit will ich denn jetzt in... also im Geldwäschchen nie, Entschuldigung schlechtes Beispiel?
00:18:25: Wie weit will Ich dann da prozedurale Risiken eingehen oder nicht sozusagen?
00:18:30: Da sagt der Konzert natürlich, dass darf überhaupt nichts passieren.
00:18:34: und dann Faktisch
00:18:35: reden wir über Governance-Modelle.
00:18:37: Ja ja genau!
00:18:37: Und dann kommt die Finanzwirtschaft sicher noch das Thema dazu.
00:18:41: Das haben wir beim S-Bokern ein bisschen gemerkt, dass ein EZB reguliertes Institut und die EZP sagt ja dann auch lieber Martin Tochter da auch weil sonst verschiebt er vielleicht Aktivitäten dahin und her.
00:18:53: Dann die Bitte auch und dann bricht Instrumentarium der Aufsicht auf ein relativ kleines Unternehmen, wo man dann sagt, hier müssen wir noch das melden.
00:19:04: Wir müssen die Strategie machen und diese Anfrage bedienen.
00:19:09: Das ist dann schon nicht ganz trivial.
00:19:13: Der Grat der Regulierung ist natürlich auch höher.
00:19:16: Und ich meine, wir haben jetzt gerade mit Krypto erst Montag vor einer Woche angefangen und haben ja schon ganz viel Diskussion vorher gehabt mit der Aufsicht.
00:19:25: Wo wollt ihr da hin?
00:19:26: Wie bewertet die Riesingen usw.
00:19:28: und so fort?
00:19:29: Und jetzt muss erstmal sehen wie überhaupt die Geschäftsentwicklung ist.
00:19:32: Frau Grettich Sie kennen das Thema natürlich aus einer anderen Sichtweise.
00:19:34: Sie haben die Corporate Partner mit an Bord.
00:19:36: Wann ist ein Konzern im Rücken für ein Start-up eine Hilfe und wann wird er zum Bremsklotz?
00:19:44: Ich glaube, es ist wirklich die Hilfe wenn sich beide Parteien auf Augenhöhe begegnen und der Wunsch da ist nach einer Kooperation.
00:19:51: Und dann wie ich es eben angesprochen habe, wenn man einfach gewisse Prozesse wie Zeit-Precuriment irgendwo aufeinander angleicht und auch Compliance – also ein anderes Beispiel.
00:20:03: Ein Startup bei uns Ist mal zu uns gekommen und hat erzählt, sie waren eigentlich sich schon sicher mit einem Corporate Partner.
00:20:10: Das wird eine Kooperation.
00:20:11: Beide Seiten hatten große Lust darauf.
00:20:13: Und dann haben Sie wirklich so einen Stapel an Formulanen und Berichten die sie alle irgendwo noch abgeben mussten bekommen.
00:20:22: Das konnten sie gar nicht leisten.
00:20:24: das war ein Team von fünf Leuten es hätte eine ganze Rechtsabteilung gebraucht.
00:20:28: wenn solche Prozesse diese zwei Welten zu sehr klatschen auf einander klein wird zum Bremsklutz Wenn die Motivation da ist, wenn man sich aufeinander anlässt und man einfach versteht, dass es ein Ökosystem braucht.
00:20:39: Und beide Seiten wirklich voneinander lernen ... Dann ist ein großer Trieb unter den Federn ja?
00:20:47: Sie haben eben Stichwort genannt, das uns zum nächsten Punkt bringt nämlich Ökosesystem.
00:20:51: Frankfurt gilt als Finanzplatz.
00:20:54: Aber wie sieht es um die Start-up Szene hier aus?
00:20:58: Worauf liegt der Fokus?
00:21:00: Ja, wenn mal so die Startups bei Ihnen anguckt, wo arbeiten sie gerade dran?
00:21:04: Also ich glaube, die Start-ups bei uns prima sind auch sehr geprägt vom Standort und das finden wir auch sehr gut.
00:21:10: Wir haben hier in Frankfurt einfach einen extremen Standortvorteil – wir haben die Nähe zu den Banken, aber auch zur Aufsichts- und Regulaturik zum BAFEN, der EZB Bundesbank jetzt auch zur Amla.
00:21:22: Und das sehen wir tatsächlich auch sehr schön in den aktuellen Geschäftsmodellen unserer Fintechs.
00:21:27: Natürlich ist KI der große Treiber!
00:21:31: Aber viele Fintechs schaffen es, genau achten wir Zug zwischen AI-Agenz die sie bauen und dann aber auch regulatorischen Themen herzustellen.
00:21:39: Dass diese Agents dabei helfen, regulatorische Anforderungen von Banken besser zu verstehen oder Prozesse zu beschleunigen.
00:21:47: Das sind eigentlich so die zentralen Themen, die wir gerade sehen Und das ist sehr schön zu beobachten dass sich viele Fintechs dann auch bewusst dafür entscheiden den Standort Frankfurt so dafür zu nutzen.
00:21:59: Das Eckquartier gibt es nun mittlerweile seit zehn Jahren und als das damals eingerichtet worden ist, hat jeder damit gerechnet.
00:22:06: okay da wird ein Fokus auf Fintechs gelegt einfach aufgrund der Lokalität.
00:22:12: Der Ansiedlung hier in Frankfurt.
00:22:14: aber wenn Sie so sagen viele Startups haben Fokus Auf KI Ist das überhaupt noch ein Schwerpunkt oder verschiebt sich da gerade?
00:22:23: was geht da?
00:22:24: In Richtung IT, in Richtung KI?
00:22:28: geht da was?
00:22:29: In Richtung Data Science.
00:22:32: Naja also wir reden ja von Fintechs so und das heißt Finanzen und Technologie sind da einfach schon sehr miteinander verwoben und dass ist glaube ich auch gut so.
00:22:44: Das eine bedingt das andere.
00:22:45: Und wir merken schon auch in unserer Arbeit, dass wir als Techquartier erst in den letzten Jahren unseren Fokus viel stärker auf die Finanzbranche wirklich gelegt haben.
00:22:54: Am Anfang waren wir noch so ein bisschen ein Start-up was ich finden musste und ausprobieren musste.
00:22:59: Jetzt sind wir deutlich fokussierter, viel tiefer an den Themen drinne Welle an Technologie, sowohl dann auch die Finanz-Startups.
00:23:09: Die Fintechs erreicht als auch unsere Partner ist für uns eine logische Konsequenz das Ganze.
00:23:15: Also ein Scale up!
00:23:16: Wir fokussieren uns, wir würden uns selber jetzt vielleicht doch auf den Weg zum Scale-Up bezeichnen.
00:23:20: Wir fokusieren uns an unsere Arbeit aber tatsächlich auch primär auf Later Stage Startups.
00:23:26: Warum?
00:23:26: Weil wenn wir mit Partnern zusammenarbeiten und den Anspruch haben zu sagen es soll eine Kooperation dabei rauskommen eben nicht zur DECA gehen und sagen hier haben wir ein tolles motiviertes Grunderteam die haben eine Idee wollte immer mit denen sprechen sondern Wir brauchen ein Unternehmen, was einfach überlebensfähig ist.
00:23:43: Was eine gewisse Reife mitbringt damit Kooperationen dann auch irgendwo möglich sind und beide Seiten voneinander profitieren.
00:23:50: Scheint sich auszuzahlen denn das Tech-Quartier ist auf Platz siebenundzwanzig im Financial Times Startup Hub Ranking für dieses Jahr.
00:23:59: Damit erst mal unter den Top dreißig in Europa.
00:24:02: und ja da fragt sich so mancher was ist das Rezept?
00:24:06: Ja, wir waren tatsächlich auch überrascht über dieses Ranking.
00:24:10: Nicht weil wir nicht denken, dass dieser Platz sehr verdient ist sondern weil wir gar nicht internet unsere Community aufgerufen haben dafür zu voten.
00:24:17: und dann kam das so.
00:24:18: Und da haben uns natürlich umso mehr gefreut.
00:24:19: und wenn umso stolzer Rezept oder wenn man es jetzt auf eine Sache runterbrechen müsste würde ich sagen Fokus der Fokus den wir gesetzt haben.
00:24:26: also wir haben vor drei Jahren wirklich ganz bewusst gesagt Wir brauchen einen ganz klaren Fokus im Techquartier Experte in unseren Bereichen werden, wir müssen Experten Netzwerke in den Bereichen haben und Kompetenzen darin aufbauen.
00:24:40: Und ich glaube das haben sehr stark in der letzten Zeit gemacht und das spiegelt sich dann in dem Ranking auch wieder.
00:24:46: Und dadurch sind auch echt tolle Initiativen zustande gekommen, wir haben jetzt erst vor kurzem unser Tech and Data Lab gelongt.
00:24:53: Das ist die erste und einzige Finanz-Sendbox an dem Ausmaß hier in Deutschland.
00:24:59: Da laufen jetzt die ersten Sprints drinne wo wirklich Banken mit Fintechs an konkreten Lösungen arbeiten in einem sicheren und souverän digitalen Datenraum und ich glaube dass es nochmal eine ganz neue an Innovationen, die wir damit im Finanzplatz hier öffnen.
00:25:16: Herr Kaffer, Frau Rettich hat eben noch mal darauf hingewiesen es geht verstärkt darum wie kann Startups und Corporates miteinander verknüpfen werden?
00:25:26: Sie sind Corporate Partner im Tech Quartier.
00:25:29: was bringt das Ihrer Bank konkret auch jenseits von guten Schlagzahlen, Imagepflege untergleichen mehr
00:25:36: Ja, auch das ist ja sehr konkret.
00:25:39: Also wir sprechen natürlich jetzt über den einen Aspekt was Diskussion mit Fintechs angeht.
00:25:46: Wir haben aber noch ganz andere thematische Punkte, die er vorantreibt Schulungsmöglichkeiten Konferenz Möglichkeiten bis hin zu Hiring das eben entsprechend auch Talente mit Corporates Potential verknüpft werden.
00:25:59: also aus meiner Sicht ist das genau wie du sagst in sehr klar auf das Ökosystem ausgerichtet und damit natürlich ein Punkt wo wir gesagt haben finden wir besonders interessant.
00:26:14: Und wie gesagt jetzt der letzte Schritt mit Tech und Datalab auch so, dass es ja nicht nur ist ich koordiniere.
00:26:21: Ich versuche Menschen zusammenbringen, sondern ich habe ein konkretes Offering würde man das meiner Sprache sagen und das sicherlich auch nochmal einen Schritt nach vorne.
00:26:29: also insofern... ich bin da sehr froh drüber weil wir haben immer mal das Thema Ökosystem diskutiert.
00:26:35: damals hat mein Gejammerts gibt's so wenig Fintechs in Deutschland?
00:26:38: die FinTechs sind eher in Berlin weit weg von financial services.
00:26:42: Deshalb ist in Frankfurt weit weg von Standard-Z, also von Regierung.
00:26:48: Und jetzt wie aufgezählt haben wir eigentlich aus Manelich dann doch einen auch lokal sehr definiertes Ökosystem die Wissenschaft nicht zu vergessen was hier an Universitäten ist, die sich mit den Themen beschäftigen und das macht glaube ich viel Sinn zumal wir immer auch mindestens europäisch wenn ich global denken sollten welche anderen Finanzzentren was ähnliches versuchen oder tun.
00:27:12: das Stichwort auch noch gebracht mit dem Personal, mit den Schulungen die es so gibt.
00:27:21: Jetzt ist ja bei Start-up so vorrätig dass die Investoren aufs Geschäftsmodell schauen.
00:27:26: allerdings ist es ja anders als sich das der Laie meistens vorstellt.
00:27:30: Es geht nicht nur um Zahlen.
00:27:32: Die Bewertung steht und fällt Nicht zuletzt Auch Aufgrund des Teams Das da Antritt.
00:27:39: Was macht ein gutes Start up aus?
00:27:42: Ja, Team eski.
00:27:46: Also man kann glaube ich als Start-up jedes Geschäftsmodell verändern und fast alle Startups pivoten in gewisser Weise auf ihrem Weg des Gründungsteam aber nicht.
00:27:56: Das Gründungsteam repräsentiert gerade auch in den ersten Jahren das Start up und da ist es wichtig dass da einfach komplementäre Kompetenzen aufeinander treffen und ein großes Vertrauen da ist.
00:28:06: Ich glaube der andere wichtige Punkt was ein guter Start-up ausmacht.
00:28:09: Und das hatten wir vorhin auch schon mal so angerissen ist, Marktkenntnis.
00:28:14: Also ich kann der beste Erfinder sein und eine tolle Lösung haben ... Wenn ich meinen Markt aber nicht genau kenne oder weiß, gehe ich als FinTech an die Banken als Zielgruppe?
00:28:26: An Finanzdienstleister?
00:28:27: An Beratungshäuser?
00:28:29: Ist wirklich der Nied auch dafür da?
00:28:32: Dann wird das nichts!
00:28:34: Also Markt als der häufigste Fehler
00:28:38: Das ist der häufigste Fehler im Startup-Bereich.
00:28:42: Herr Kaffee, nun begegnen Sie den Startups ja auch von anderer Seite?
00:28:47: Was ist so der Grund, der Sie zuschlagen lässt?
00:28:53: Wo sind sie begeistert?
00:28:54: und wo sagen Sie, die schicken Sie noch mal eine Ehrenrunde machen?
00:28:59: Ja, also es fängt natürlich erst mal an.
00:29:01: Passt das zum Geschäftsmodell?
00:29:02: Wir verstehen uns weiterhin nicht als Finanzinvestor der sagt ich kann auch mal in ein Startup investieren dass sich um Halftag kümmert oder sonst was, dass ich nicht mein Geschäft sondern ich gucke erstmal drauf hilft ist mir für die Umsetzung meiner Strategie sozusagen.
00:29:19: Das gibt andere Unternehmen in unserem Sektor die sagen ich habe so einen Venture Teil gegründet und er soll mal eifrig investieren.
00:29:28: wo ich jetzt sage, da sollte ich Kompetenz aufbauen.
00:29:31: Sondern es geht ums Geschäftsmodell, das Nummer
00:29:33: eins.".
00:29:35: Nummer zwei wäre dann eben letztendlich genau die Frage, da muss ja jetzt was drin sein.
00:29:41: Das ist glaube ich eine logische Überlegung das einen komparativen Vorteil bietet.
00:29:45: also wenn ich jetzt sage, interessante Idee kann ich aber in zwei Tagen selber bauen, dann würde ich es wahrscheinlich nicht machen.
00:29:52: Wenn ich jetzt sagen entweder ich will keine Ressourcen draufkommenten oder ich sehe hier schon so viel an führendem Hau oder eine Idee Dann würde ich natürlich sagen, das ist interessant.
00:30:03: und dann sind wir noch bei dem dritten Punkt von vorhin.
00:30:06: Ich glaube es kann da flexibler vorangetrieben werden und das wären so die Kriterien.
00:30:12: Wir machen interessanterweise – und das passt zu deinem Punkt mit Entwicklungsstadium der Start-ups oder FinTechs – wir machen ein Trendradar und innerhalb des Trendradars gibt's auch einen Kriterium Follower Money.
00:30:26: Wo ist eigentlich Geld schon investiert worden, um die Ernsthaftigkeit zu hinterfragen.
00:30:31: Und dann kommt so ein Diagramm raus mit Firmennamen und das eigentlich auch mal ganz spannend darauf zu gucken und sich zu überlegen was sich da wie entwickelt.
00:30:39: also insofern das sind so die Kriterien.
00:30:42: Ich muss mal sagen, so allzu häufig war man dann nicht aktiv.
00:30:46: Das eine Beispiel, das ich schon immer mal gebracht habe ist im Immobilienformmanagement.
00:30:51: Der Immobilieformmanager muss ganz viele Daten über das Gebäude haben, dass sich in seinem Portfolio befindet.
00:30:57: Es hat dann früher der Gebäudeverwalter irgendwie tausende von Seiten allen Asset-Managern geschickt, die ihn anteilen Gebäuden hatten.
00:31:04: und jetzt hat man gesagt, Moment mal können wir nicht bitte irgendwie eine zentrale Datenbank haben, in der diese Daten drin sind aus Diensten, die immobieren werden.
00:31:11: Bedien.
00:31:13: Das ist ein Fintech, in das wir relativ früh investiert haben und ansonsten haben wir einen anderen Weg gewählt, indem wir mit zwei sozusagen versuchen den Thema Blockchain unser eigenes Fintek zu skalieren was auch ein interessanter Blick ist weil das genau all die Herausforderungen auch bietet.
00:31:30: Was aber auch die Frage aufhört wie schafft man es im Konzernkontext ein Innovationsteam zu etablieren?
00:31:38: dass auch echte Freiheiten hat, trotz Regulatorik, trots Compliance.
00:31:42: Trotz ... Wir hatten das Thema Konzernlogik.
00:31:46: Was würden Sie sagen?
00:31:47: Wie kriegt man das hin?
00:31:50: Das ist erst mal natürlich wie immer es in Konzernen so, dass man nicht ein Stück Papier schreiben kann und dann jemanden gibt und sagt ja super glaub ich dir!
00:32:00: Sondern es braucht natürlich auch offensichtlich spürbar, den Willen Innovationen fördern zu wollen.
00:32:06: Also Konzerne funktionieren meistens so dass die Menschen schon länger da sind, schon immer mal verbale Aussagen gehört haben und sagen jetzt will ich mal sehen handeln die wirklich so und merke ich das.
00:32:17: also ist erstmal wichtig zu sagen Das Thema Innovation ist wichtig Ist ja auch by the way einer der Grunde warum wir diese Veranstaltung hier einmal im Jahr machen Den Inno Campus um das auch nochmal klar herauszustellen.
00:32:29: So und dann brauche es natürlich, also daran kann man es ganz konkret messen.
00:32:33: Ressourcen und finanzielles Commitment.
00:32:37: Ich finde es schön wenn eine Innovation macht, aber mach das mal nebenbei oder habe ich da ein Team dazu?
00:32:43: Gucke ich auch mal mit externem.
00:32:45: Was sind eigentlich Trends die ich mir anschauen sollte?
00:32:48: Das ist dann glaube ich auch noch wichtig.
00:32:51: Und dann ist es aber passend zu der Diskussion vom Anfang.
00:32:54: Ich muss dann die Schleife schaffen dass der Output sich ins Reale findet.
00:32:59: Also wenn ich dann nur sage, oh das ist ja cool die machen jetzt angeblich KI basiert eine Portfolieberatung und dann hört es irgendwie auf und vielleicht stimmt die Beobachtung noch nicht mehr da bringt natürlich nichts.
00:33:12: also insofern ist natürlich von so einem Konzern auch ganz wichtig was kommt dahin raus?
00:33:19: Das funktioniert aber auch ganz gut.
00:33:20: das Team dass sich um das Trendrad da kümmert das hat eigentlich jedes Jahr einen festen Slot in der Vorstand Klausur und berichtet erst mal jetzt, was denn die Trends sind.
00:33:31: So dass wir auch eine Basis haben uns zu überlegen gibt es da eigentlich strategisch relevante Themen?
00:33:37: Strategische relevante Themen?
00:33:38: Startups gehören seit einiger Zeit dazu.
00:33:41: sie beobachten das seit einigern Zeit.
00:33:43: Was ist die Quintessenz mit der Sie daraus gehen?
00:33:46: Was können Konzerne von Startups lernen?
00:33:51: Ja, ich glaube wenn ich jetzt mal meine eigene Brille absitze und meine eigene Interessen dann haben Startups glaube ich volkswirtschaftlich das gebracht was man sich auch oft hat.
00:34:01: Da sie nämlich größeren Konzernen mal gezeigt haben wo sie vielleicht irgendwie blinde Flecken haben sozusagen Hatte mal so ein Inseat-Kurs gemacht, hat der Prof gesagt.
00:34:12: Die sind halt immer gut drin die Dinge abzudecken, die er nicht machen wollte sozusagen und das auch zu skalieren.
00:34:21: Das ist hierlich der eine Punkt und wenn wir jetzt sie von mir vorhin genannten Transaktions- und Depotgebühren nehmen dann auch für den Endkunden letztendlich bessere Konditionen zu resultieren aus dem Wettbewerb heraus.
00:34:33: also insofern funktioniert es eigentlich bei Design.
00:34:37: wirklich glaube ich sowieso wie sollte sodass sich dann die Konzerne auch bewegen und sagen, Mist jetzt muss ich ja vielleicht auch mal mein Geschäftsmodell anpassen.
00:34:47: Und das glaube ich das was wir davon lernen eben genau hin zu gucken.
00:34:51: Warum sind sie – also ich meine es ist ja auch alles keine Altruisten irgendwo versuchen, die auch Geld zu verdienen an den Wertpapierkonditionen.
00:34:59: Ich vorhin sagte wie machen die das?
00:35:01: Ist das Modell effizienter?
00:35:04: Wie schnell bringen Sie neue Features?
00:35:06: Warum können Sie so schnell neue Feature?
00:35:08: Und wie tief ist die Wertschöpfungskette?
00:35:11: Also eine Vielzahl, einfach Kraft.
00:35:14: Ich muss was aufbauen.
00:35:15: Ist ja nicht so dass sie jetzt einen wie wir ein Unternehmen von Vertrieb bis Compliance und Risiko haben sondern das Sie sagen ich habe mir geschickte Leistungen.
00:35:23: dazu sorgt sich jetzt ganz viele Bestandteile und sicherlich auch etwas was man sich abgucken kann.
00:35:28: Frau Rettig.
00:35:29: aber umgekehrt gilt natürlich auch die Frage Was können Start-ups von Konzernen lernen?
00:35:35: Es ist ja immer so eine gegenläufige Welt, die da konstruiert worden ist am Anfang.
00:35:39: Wir sind anders und besser als die Konzerne.
00:35:43: Was können Sie aber trotzdem von Konzern laden?
00:35:45: Auch hier ganz viel.
00:35:47: Der wichtigste Punkt ist noch mal, dass es spätestens an einem gewissen Punkt der Eskalierungsphase Routinen und Prozesse braucht.
00:35:56: Dass es auch ein gewisses System braucht was dahinter steht.
00:35:59: Das wissen beispielsweise nicht nur in den Köpfen des Gründungsteams weiter existieren darf, sondern es ist flächendeckend ausgebreitet werden muss.
00:36:07: Und dass auch ein gewisses Risikomanagement dazugehört um eine Verlässlichkeit zu gewährleisten auf dem Weg zum Wachstum.
00:36:16: also das der Punkt Prozesse, Routinenaufbau von Systemen und nicht mehr Fokus nur auf Gründer und Gründerin die wild umherrennen und probieren so ein bisschen die Eier legenden wollen.
00:36:29: mich auch zu sein und alles selber zu machen.
00:36:33: Fokus etwas umfassender könnte man vielleicht
00:36:36: sagen.
00:36:38: Um das Wort vom Anfang auch mit aufzugreifen, unser Motto war ja Garage versus Glaspalast was Startups und Konzerne voneinander lernen können.
00:36:47: und tatsächlich haben wir mitgekriegt.
00:36:49: es wird viel voneinander gelernt.
00:36:51: Es gibt sehr unterschiedliche Rangehensweisen aus guten Gründen.
00:36:56: trotzdem die Frage
00:36:58: Was
00:36:59: muss passieren?
00:37:00: Ihr Ziel ist klar der FinTech Hub in Deutschland zu werden und wir haben es ja gehört, in Europa unter die Top Ten zu kommen.
00:37:12: Wie viel Verständnis brauchen Sie dafür noch von den Corporates?
00:37:15: Ich glaube da können wir schon nochmal eine Schippe drauflegen.
00:37:19: Ganz klares Credo von uns und das meinen wir wirklich ernst.
00:37:22: Innovation passiert nur in Kooperation.
00:37:26: Es braucht die Zusammenarbeit und es braucht beide Seiten.
00:37:29: Und vielleicht sogar nicht nur Start-up Corporate, sondern es braucht ein ganzes Ökosystem damit Innovationen funktionieren kann.
00:37:35: Und da müssen alle an einem Strang ziehen und dafür ... Ja?
00:37:39: Braucht das die Awareness und den Glauben an Innovationen?
00:37:41: Glaubemann Innovation Herr Kapfer!
00:37:43: Wie viel fehlt denn Corporates da noch?
00:37:47: Ich glaube, dass die Corporates an Innovationen glauben.
00:37:51: Immer dann wenn sie wissen das ist für mein Geschäftsmodell relevant immer wieder der gleiche Punkt.
00:37:56: Wenn ich das nicht tue da muss ich davon ausgehen, dass sie in zwei drei Jahren dann nicht mehr so relevant bin.
00:38:02: und wenn ich noch genauso relevant bin dann spreche ich mir besser das Geld.
00:38:05: Also so relativ einfach.
00:38:06: Es ist ja eben entsprechend, ich glaube um euch nochmal zu unterstützen was mir schon auch wünschen würde es jetzt ganz großer Bogen.
00:38:15: zugegebenermaßen ist auch ein bisschen mehr politischen Willen.
00:38:19: also unsere Branche hat jetzt aufgeräuchte.
00:38:21: als Frau von der Leyen jetzt mal gesagt hat vielleicht haben wir uns ein bisschen übertrieben mit Regulierung vom Finanzsektor und vielleicht müssen wir einmal gucken wie stark wir den Finanzsektor brauchen um die Transformation der Wirtschaft zu finanzieren.
00:38:34: wir jetzt ausmalig noch die Frage, naja vielleicht müsste im Finanzsektor so innovativ machen.
00:38:40: Souveränität war ja heute auch ein Thema, dass wir eben auch als europäischer Finanzmarkt wirklich eine Stellung haben und nicht zwischen den zwei Polen westlich oder ostlich von uns irgendwann mal zerquetscht werden.
00:38:53: also insofern das wäre doch so einen Wunsch.
00:38:56: wo ich sagen würde ist auch klar spürbar das wird es auch wollen und das wäre damit auch eine gewisse Förderung der Branche einhergeht.
00:39:03: Schöne Schlussworte und damit ganz herzlichen Dank an meine beiden Gesprächspartner, an Alice Rettig vom Tech-Quartier hier in Frankfurt.
00:39:12: Und unseren Host Daniel Kappfer.
00:39:14: Das war Next Level Banking der DK.
00:39:16: Podcast zu Technologie & Digitalen
00:39:21: Assets.
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